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Aktivitäten

Historischer Torbalken eingebaut

Am Dienstag, 9.10.2018 konnte der Hagener Heimatbund in Zusammenarbeit mit dem VHS-Kurs "Emst einst und jetzt" den historischen Torbalken aus der ehemaligen Scheune des Vorsteherhofes von 1789 wieder anbringen. Jahrzehtelang war er in einem privaten Gartenhaus aufbewahrt worden. Dort wurde er jetzt gesichert und in den Vorsteherhof gebracht. In der Deele des ha.ge.we-Kulturhofes, Auf dem Kämpchen 16, ist er nun an der Wand als besonderer historischer Schmuck zu bewundern. Es ist bereits der dritte antike Fund, der auf frühere Bewohner des alten Hofes verweist und im Gebäude nun sicher untergebracht ist. Mit ihnen können auch zukünftige Generationen am Leben in Alt-Emst teilnehmen.

Hagener Heimtbund macht sich stark für das Prentzel-Ehrengrab

Im November 2016 wurde auf dem Rembergfriedhof die Bronze-Büste vom Ehrengrab des Ersten Oberbürgermeisters der Stadt Hagen, der 24 Jahre die Geschicke unserer Stadt leitete, gestohlen. Zwar konnte die Büste wiedergefunden werden, aber sie ist irreparabel beschädigt. Das dazugehörige Stadtwappen bleibt verschwunden.

Dabei will es der Heimatbund nun nicht belassen. Nach umfangreichen Gesprächen mit der Stadt, der Friedhofsverwaltung und der Unteren Denkmalbehörde ist man übereingekommen, eine Replik von Büste und Stadtwappen in Steinguss zu fertigen und auf dem Ehrengrab wieder zu installieren.

Der Hagener Künstler Uwe Will, der bereits mehrere Aufträge dieser Art übernommen hat, soll die Büste wieder mit Wachsauftrag zu modellieren, abformen und den Steinguss erstellen. Der Steinmetzbetrieb Jüng wird die fehlenden Teile dann wieder vor Ort anbringen. Die beschädigte Bronze-Büste verbleibt in der Obhut des Stadtmuseums.

Für die Kosten von ca. 8.000 Euro möchte der Heimatbund eine Sammelaktion starten und ruft öffentlich und in Anschreiben zu Spenden auf. Die WBH hat bereits die Übernahme von 2.000 Euro zugesagt. Nun hofft der Heimatbund auf echten Bürgersinn, um die fehlenden 6.000 Euro für die Replik zusammentragen zu können.

Die Kontonummer des Heimatbundes: Iban DE 53 4505 0001 0100 0311 45. Auskunft erteilt der Vorsitzende Jens Bergmann, Tel. 02331 13192

 

Tag der Heimat

Der Tag der Heimat, den wir alljährlich gemeinsam mit dem Bund der Vertriebenen gestalten, steht in diesem Jahr unter dem Leitwort "Unrechtdekrete beseitigen, Europa zusammenführen".

Er findet erstmalig im Kolpinghaus, Bergischer Ring 18, statt. Beginn ist 15 Uhr.

Europäisches Kulturerbe-Jahr (sharing heritage) - Ausstellung und Rahmenprogramm

ab dem 27.05.2018 findet im Osthaus-Museum die Ausstellung "Fremde Impulse" unter Beteiligung des Hagener Heimatbundes statt. Dazu wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Stadtrundgängen und Fahrten geben, die auch von  Heimatbundvorstand Michael Eckhoff durchgeführt werden. Dazu bitte die Presse beachten!

Jugendstil & mehr in Haspe

Bei einem Spaziergang von der Evangelischen Kirche (Treffpunkt  18 Uhr) ins Hasper Bachtal möchte Heimatbund-Vorstand und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff auf architektonische Besonderheiten im Hasper Stadtbild hinweisen und ihre Entstehung im Kontext der Hasper Stadtentwicklung erklären. 

Traditionelle Industriebetriebe in Hagen - Lichtbildervortrag

Im Kolpinghaus Ecke Hochstraße/Bergischer Ring findet ab 19 Uhr ein Lichtbildervortrag zum Thema "Traditionelle Industriebetriebe in Hagen" statt. Viele Betriebe aus der Zeit, als Hagen noch "Stahlstadt" war sind heute verschwunden. Mit ausgesuchtem Bildmaterial aus dem Archiv des Hagener Heimatbundes möchte Jens Bergmann an diese Zeit erinnern. Eine zweite Veranstaltung zum Thema ist im Herbst geplant.

Kunstarchiv im Hagener Heimatbund

Seit einigen Jahren übernimmt und bewahrt der Hagener Heimatbund die Nachlässe von verstorbenen Hagener Künstlern.

Dazu wurden spezielle Kunst-Archiv-Schränke angeschafft und gefährdete Nachlässe eingesammelt und eingelagert. Inzwischen

befinden sich in unserer Obhut Arbeiten aus dem künstlerischen Schaffen von Hans vom Felde, Hans Nagl, Peter Reuther, Arthur Lange, Siegfried Kaul und Paul Gerhard.

Weitere Nachlässe sind bereits angekündigt, aber der vorhandene Platz wird knapp.

Außerdem bringt es nichts, die Arbeiten nur einzulagern, sondern sie müssen auch ausgestellt, gezeigt und verkauft werden.

Wer sich für Kunst interessiert, kann gerne mit dem Heimatbund Kontakt aufnehmen.

Tag des offenen Denkmals 2017

Das Motto des Denkmaltags am 10. September 2017 heißt: "Macht und Pracht. Wasserschloss Werdringen - ein wertvoller Baustein der Geschichts- und Erinnerungslandschaft Ruhrtal".

Treffpunkt Wasserschloss Werdringen, 11 Uhr

Michael Eckhoff bietet wieder eine Bustour an, Jens Bergmann informiert über die Geschichte des Freiherr-vom-Stein-Turms.

Ein Kinderprogramm beginnt um 12 Uhr, ein Vortrag zur Instandsetzung und Instandhaltung des Wasserschlosses um 13 Uhr Drei Führungen starten um 14 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr.

Industriedenkmal am Herdecker Bach

Viele Sponsoren haben das Industriedenkmal am Herdecker Bach möglich gemacht, mit dem auf die industrielle Geschichte an diesem Standort hingewiesen werden soll. Nach einem künstlerischen Entwurf von Frau Professor S. Dechêne und mit Texten von Professor Gerhard E. Sollbach wird die schwere Corten-Stahl-Konstruktion gefertigt. Am 1.09.2017 soll sie um 11 Uhr vom Hagener Heimatbund an die Stadt Herdecke übergeben werden. Dazu werden die Sponsoren herzlich eingeladen. Willkommen sind aber auch interessierte Bürger von Herdecke und Hagen, die einen Hinweis auf die industrielle Entwicklung an diesem Standort sicherlich begrüßen werden.

Beschilderung wichtiger Orte und Plätze

Ein lang gehegter Wunsch des Hagener Heimatbundes ging in Erfüllung: Die Beschilderung wichtiger Gebäude, Plätze und Gedenkstätten konnte im September 2005 begonnen werden.

Was ging voraus? Den Bürgern der Stadt wichtige Gebäude zu erklären, auf bedeutende Personen hinzuweisen, besondere Orte ins Bewusstsein zu rücken, ist keine Erfindung des Heimatbundes. Andere Städte in Deutschland, besonders Touristenorte, haben das längst vorgemacht. Das Rad musste hier nicht neu erfunden werden, abgucken war erlaubt, und doch brauchte es einen langen Weg, dem Ziel für Hagen näher zu kommen.

Zunächst einmal sind alle dafür. Dann muss man natürlich schauen, wer sucht Orte aus, schreibt Texte, macht Fotos, wer finanziert, wer produziert sie und wie sollen sie aussehen?
   

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Beschilderung Grabsteinanlage Familie Kerckhoff

 
In Hagen begann alles mit der Finanzierung. Geld war da. Die Stadt Hagen hatte sich bei der Europäischen Gemeinschaft um Fördermittel für benachteiligte Stadtteile beworben. Der Zuschlag kam 2004 für Wehringhausen und Altenhagen. CRII hieß das Programm - Cities Regain Identity and Image - Städte gewinnen Identität und Image zurück. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hagen übernahm die Projektkoordination für die teilnehmenden sieben europäischen Städte aus Großbritannien, Belgien und Deutschland.

Verschiedene Arbeitsgruppen begannen ihre Arbeit und tauschten sich untereinander aus.  Arbeitsschwerpunkte in Hagen sollen Stadtsauberkeit, Öffentliche Räume, eine Imagekampagne und Bürgerbeteiligung sein.

Als Arwed Fritsch, der die Hagener Koordination leitete, im Herbst 2004 an die Öffentlichkeit trat und verschiedene Aktionsstränge erläuterte, war dabei auch ein Plan für "Hausgeschichten in Wehringhausen" die auf Hinweistafeln die individuelle Geschichte des jeweiligen Hauses beleuchten sollten.

Das war der Zeitpunkt, an dem der Heimatbund ins Spiel kam. Seit 2003 befasste sich nämlich ein Volkshochschul-Kurs unter der Leitung des Heimatbundes mit der Erarbeitung von Rundwegen in Wehringhausen. Er hatte bereits zwei Wege für das obere Buschey-Viertel und die Lange Straße erarbeitet und mit Sponsoring jeweils 2000 Faltblätter der Hagener Bevölkerung zugänglich gemacht. Mit diesen Faltblättern konnte jeder einen ca. 1,5stündigen Weg durch einen Teil Wehringhausens beschreiten und bekam dabei wichtige historische und bautechnisch interessante Gebäude und Orte erklärt. Zwei weitere Rundwege waren in Planung und sollten bis 2005 verwirklicht werden.

2004 wendeten wir uns also an den Verantwortlichen Leiter des Projekts, Herrn Dr. Schmidt, und boten unsere sachkundige Hilfe für eine Hausbeschilderung in Wehringhausen an.

Arwed Fritsch besuchte unseren VHS-Kurs und gemeinsam kam man schnell überein, dass  es wohl sehr schwierig werden würde, private Hausgeschichten zu finden und zu veröffentlichen. Hingegen standen bereits genügend  wichtige Objekte für eine identitäts-stiftende Beschilderung zur Verfügung zu denen es auch historisches Bildmaterial gab. Als man an diesem Abend auseinander ging, hätte keiner geglaubt, dass  noch ein ganzes Jahr ins Land gehen würde, bis man das erste Schild an eine Fassade heften konnte.

Sensibilisiert für das Thema schweiften die Kursmitglieder aus und fotografierten Schilder in anderen Städten. Man einigte sich auf geeignete Objekte und schrieb Texte. Auch fanden sich beim Heimatbund und zwei Mitgliedern gute historische Ansichten, die am Computer für den Zweck bearbeitet wurden. Aber es musste auch eine Einigung über Lay-Out und Material gefunden werden.

Das konnten die bisher Beteiligten nicht allein leisten. Wer musste alles gefragt werden um einen allgemeinen Konsens herzustellen? Früh - vielleicht zu früh wendeten wir uns an die Hausbesitzer, vor allem die Wohnungsvereine und -genossenschaften, die unser Vorhaben begeistert aufnahmen.

Doch wie sollten die Schilder aussehen, wie viel Text- und Bildmenge war dem Betrachter zuzumuten?  Farbe oder Schwarz-Weiß, welche Schrifttype, welche Schildergröße und vor allem, welches Material? Es sollte gut aussehen und als Objektverschönerung begriffen werden, dauerhaft sein - d.h. resistent gegen Witterungseinflüsse und Vandalismus, preiswert zu fertigen und anzubringen im Hinblick auf viele weitere Schilder.

An einem großen runden Tisch mit Beteiligung des CRII Projektbüros, der Bezirksvertretung Mitte, der Unteren Denkmalsbehörde, dem Bauamt und dem Heimatbund konnte aus mehreren Entwürfen und Probeschildern ausgewählt werden. Man einigte sich auf einen Design- und Materialvorschlag des ardenku-Verlags. Das 35 x 40 cm große Aluminiumschild zeichnete sich durch klare Vertikal- und Horizontal-Gliederung aus und  wies gute Wiedererkennungsmerkmale auf. Während ein professioneller Lay-Outer Text und Bildvorschläge dieser Vorgabe anpasste, ging schon einmal unser zweiter Vorsitzender, Dietmar Millhoff, auf  "Good-Will-Tour" durch die Ämter und Bezirksvertretungen, um für ganz Hagen einen Beschilderungs-Konsens zu erzielen. Die erste Anbringungsaktion wurde für Mitte September festgezurrt und dabei sollten von CRII finanziert 16 Schilder zur Montage gelangen. Jetzt mussten nur noch die Hausbesitzer informiert  und um schriftliche Genehmigung gebeten werden. Auch wurden diese um die Benennung eines Verantwortlichen für den Tag der Montage gebeten, damit die Monteure nicht riskierten, wieder weggeschickt zu werden. Mehrfach wurde noch die Schilderproduktion überprüft und schließlich das Startsignal gegeben.

Die Beschilderung wird nach und nach auf ganz Hagen ausgeweitet. Das heißt wieder recherchieren, schreiben, Bilder suchen, "Klinken putzen". Da können wir Hilfe gut gebrauchen.

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